Was kostet eine Website in Tirol? Ehrliche Zahlen 2026
Es ist die erste Frage in fast jedem Erstgespräch. Und es ist die Frage, auf die im ganzen Netz kaum jemand eine brauchbare Antwort gibt. Du googelst „was kostet eine Website“, landest auf einer Agenturseite und liest dort: „Das hängt von Ihren individuellen Anforderungen ab. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot.“
Das ist keine Antwort. Das ist ein Formular mit Fließtext davor.
Also machen wir es anders. In diesem Beitrag stehen echte Spannen, echte Kostentreiber und die laufenden Posten, die in Angeboten gerne weggelassen werden. Am Ende weißt du, in welchem Bereich dein Projekt liegt, bevor du das erste Gespräch führst.
Warum kaum eine Agentur Preise nennt
Es gibt zwei Gründe, und nur einer davon ist ehrlich.
Der ehrliche Grund: Websites sind wirklich unterschiedlich. Ein Onepager für einen Handwerksbetrieb und ein Hotelauftritt mit Buchungsstrecke, zwei Sprachen und Preistabellen sind nicht dasselbe Produkt. Eine einzige Zahl wäre in beiden Fällen falsch.
Der andere Grund: Wer keine Zahl nennt, kann sie im Gespräch an dein Budget anpassen. Das ist bequem für die Agentur und schlecht für dich, weil du nie erfährst, ob der Preis am Aufwand hängt oder an dem, was du gerade bereit warst zu zahlen.
Beides lässt sich lösen, indem man Spannen nennt und dazusagt, was dich innerhalb der Spanne nach oben oder unten bewegt. Genau das kommt jetzt.
Kurzfassung für Eilige: Ein professioneller Onepager liegt in Tirol realistisch bei 2.200 bis 2.900 Euro netto. Eine Website mit fünf bis acht Seiten bei 4.900 bis 6.900 Euro netto. Dazu kommen 200 bis 400 Euro pro Jahr für Hosting und Betrieb. Alles darunter ist entweder ein Baukasten in Eigenregie oder es fehlt etwas, das du später teuer nachkaufst.
Die ehrlichen Spannen
Onepager oder Landingpage: 2.200 bis 2.900 Euro
Eine Seite, alles Wichtige drauf. Leistungen, Referenzen, Über uns, Kontakt. Klare Struktur, ein durchgehender Erzählstrang von oben nach unten, mobil sauber gelöst.
Das ist die richtige Wahl für: Einzelunternehmer, junge Betriebe, klar umrissene Angebote, oder wenn eine bestehende Seite dringend ersetzt werden muss und Budget knapp ist.
Der Aufwand liegt bei ungefähr 30 bis 38 Stunden. Konzept, Design, Texte, Umsetzung, Launch. Wer dir das in acht Stunden verspricht, baut ein Template um und ersetzt deine Logos.
Website mit fünf bis acht Seiten: 4.900 bis 6.900 Euro
Startseite plus eigene Seiten für Leistungen, Team, Referenzen, Kontakt, rechtliche Seiten. Eine echte Seitenarchitektur, in der jede Leistung ihre eigene Seite bekommt und damit auch eigenständig bei Google ranken kann.
Das ist die richtige Wahl für: Betriebe mit mehreren Leistungsbereichen, alles was über Google gefunden werden soll, Unternehmen mit Team und Referenzen, die Vertrauen aufbauen müssen.
Der Aufwand liegt bei 65 bis 92 Stunden. Der große Unterschied zum Onepager ist nicht die Technik, sondern Struktur und Text. Acht Seiten heißt acht Mal Inhalt, der Sinn ergibt und ein Ziel verfolgt.
Onlineshop und Buchungssysteme
Hier wird es individuell, und zwar zu Recht. Der Preis hängt an Fragen wie: Wie viele Produkte? Welche Varianten? Welche Zahlungsanbieter? Gibt es eine Warenwirtschaft, an die angebunden werden muss? Bei Hotels: eigenes Buchungssystem oder Anbindung an ein bestehendes?
Deshalb steht hier bewusst keine Zahl. Was ich dir aber sagen kann: Ein Shop ist kein Aufpreis auf eine Website, sondern ein eigenes Projekt mit eigener Logik. Wer dir einen Shop für 3.000 Euro anbietet, hat entweder den Umfang nicht verstanden oder plant, dich beim Support wieder einzufangen.
Der Preis einer Website entsteht zu 70 Prozent aus Denkarbeit und Text. Die Technik ist der kleinere Teil.
Was den Preis wirklich treibt
Wenn zwei Angebote 3.000 Euro auseinanderliegen, liegt das fast nie an der Technik. Es liegt an diesen sieben Punkten.
1. Texte. Der mit Abstand größte Posten, den niemand auf der Rechnung erwartet. Wer die Texte selbst liefert, spart schnell 1.000 Euro und mehr. Wer sie liefern will, es aber nicht tut, verzögert das Projekt um Monate. Beides ist häufig. Sei ehrlich zu dir selbst, bevor du das im Angebot streichst.
2. Anzahl der Seiten. Jede zusätzliche Seite kostet Konzept, Text, Umsetzung und Qualitätssicherung. Fünf Seiten sind nicht fünf Mal aufwendiger als eine, aber der Zuwachs ist real.
3. Sprachen. Eine zweite Sprache verdoppelt nicht den Preis, aber sie ist auch nicht geschenkt. Übersetzung, zweite Navigation, doppelte Pflege, korrekte technische Auszeichnung für Google. In Tirol mit italienischen Nachbarn und englischsprachigen Gästen ist das oft keine Kür, sondern Pflicht.
4. Fotos. Der Punkt, an dem die meisten Projekte hängen. Ohne gute Bilder sieht auch das beste Design nach Baukasten aus. Entweder du hast professionelles Material, oder es wird produziert. Ein halber Fototag inklusive Bearbeitung liegt bei uns bei 490 Euro, ein ganzer bei 950 Euro. Stockfotos sind die günstige Variante und man sieht es sofort.
5. Funktionen. Kontaktformular ist Standard. Terminbuchung, Kundenlogin, Preisrechner, Newsletter-Anbindung, mehrstufige Anfragestrecken sind es nicht. Jede Funktion ist ein eigener kleiner Bauabschnitt mit eigenem Test.
6. Wie viel du selbst später ändern willst. Eine Seite, die du selbst pflegen können sollst, braucht ein durchdachtes Redaktionssystem. Das ist Mehraufwand im Aufbau und spart dir danach jahrelang Geld. Fast immer eine gute Investition.
7. Zustand der alten Seite. Wenn eine bestehende Website ersetzt wird, kommen Weiterleitungen dazu. Werden die vergessen, verlierst du die Google-Positionen, die du dir über Jahre erarbeitet hast. Das ist einer der teuersten Fehler beim Relaunch und einer der häufigsten.
Warum die 800-Euro-Website die teuerste ist
Es gibt sie. Der Neffe, der Nebenjobber, das Angebot aus dem Ausland, der Baukasten mit fertiger Vorlage.
Für manche Situationen ist das genau richtig. Wenn du gerade startest, noch kein Angebot geschärft hast und einfach irgendwo im Netz auffindbar sein willst, dann bau dir eine Baukastenseite und investier das Geld ins Geschäft. Das ist eine legitime Entscheidung, und ich sage das Leuten regelmäßig ins Gesicht.
Teuer wird es dann, wenn der Betrieb längst läuft und die Seite Kunden bringen soll. Denn dann zahlst du zweimal.
Was in der Billigvariante typischerweise fehlt: eine Struktur, die zu deinem Verkaufsprozess passt. Texte, die eine Entscheidung auslösen. Ladezeiten, die auf dem Handy im Zugriff funktionieren. Technisches SEO, damit Google die Seite richtig einordnet. Barrierefreie Grundlagen. Und jemand, der erreichbar ist, wenn in zwei Jahren etwas kaputt geht.
Der Rechenweg ist unangenehm einfach. Wenn deine Website im Jahr drei Aufträge bringt, die du sonst nicht bekommen hättest, hat sie sich in den meisten Branchen bezahlt. Wenn sie null bringt, waren auch 800 Euro zu viel.
Die Frage, die weiterhilft: Nicht „was kostet die Website“, sondern „was ist ein neuer Kunde bei mir wert“. Wer bei einem Auftragswert von 4.000 Euro über 2.500 Euro Website diskutiert, rechnet an der falschen Stelle.
Die laufenden Kosten, die im Angebot fehlen
Hier trennt sich ein sauberes Angebot von einem, das nur billig aussieht.
Hosting und Betrieb. Bei uns 200 bis 400 Euro pro Jahr, jährlich im Voraus, gestaffelt nach Umfang der Seite. Ein Onepager liegt am unteren Ende, eine Multipage mit Buchungsstrecke oder Shop am oberen. Darin enthalten: Serveranteil, SSL-Zertifikat, tägliche Backups, Überwachung der Erreichbarkeit, Sicherheitsupdates und eine Preisaktualisierung pro Saison. Wichtig ist nicht die Zahl, sondern was drinsteht. Ein Hostingpaket ohne Backups ist kein Hostingpaket, sondern ein Risiko mit Rechnung.
Domain. Zahlst du direkt beim Anbieter, meist zwischen 10 und 40 Euro im Jahr. Achte darauf, dass die Domain auf deinen Namen läuft und nicht auf die Agentur. Das ist der häufigste Grund, warum Betriebe bei einem Agenturwechsel plötzlich Probleme haben.
Inhaltliche Änderungen. Neue Leistung, neue Preise, neues Teammitglied. Bei uns 60 Euro pro Stunde auf Zuruf. Viele Änderungen kannst du selbst machen, wenn das Redaktionssystem sauber aufgesetzt ist.
Was gerne verschwiegen wird: Lizenzkosten für Plugins und Themes, Kosten für Rechtstexte, Gebühren für Zahlungsanbieter im Shop. Frag im Erstgespräch aktiv danach. Eine gute Agentur legt das von selbst offen.
Woran du ein faires Angebot erkennst
Fünf Punkte. Wenn drei davon fehlen, frag nach.
Es sind Positionen ausgewiesen, keine Pauschale. Du solltest sehen, was Konzept kostet, was Design kostet, was Text kostet und was Umsetzung kostet. Eine einzige Zeile mit „Website komplett“ ist kein Angebot, sondern eine Zahl.
Der Aufwand ist nachvollziehbar. Stunden mal Satz. Wenn du das nicht nachrechnen kannst, weißt du nicht, wofür du zahlst.
Es steht drin, was nicht enthalten ist. Fotos, Texte, Rechtstexte, Übersetzungen. Ein Angebot, das nur auflistet was dabei ist, verschiebt die Überraschung nach hinten.
Es gibt einen Zahlungsplan. Bei uns 50 Prozent bei Auftragserteilung, 50 Prozent nach Livegang, Zahlungsziel 14 Tage. Wer 100 Prozent im Voraus will, ist bei einem Projekt dieser Größe kein guter Partner.
Der Betrieb danach ist geregelt. Was passiert nach dem Launch? Wer macht Updates? Was kostet eine Änderung? Wenn darüber nichts drinsteht, ist die Antwort meist: du.
Wie wir das bei Social Mountain lösen
Jedes Angebot bei uns ist nach Positionen aufgebaut, mit Aufwand in Stunden und dem passenden Stundensatz je Tätigkeit. Strategie wird anders bewertet als Bildbearbeitung, und das steht auch so drin. Der Listenpreis ist sichtbar, ein Nachlass wird sichtbar abgezogen, und darunter steht der Endpreis. Du siehst also nicht nur was es kostet, sondern warum.
Vor dem Angebot gibt es ein Erstgespräch mit kurzem Quick-Audit deiner bestehenden Seite. Das kostet dich nichts und dauert etwa 40 Minuten. Danach weißt du, ob ein Onepager reicht oder ob du eine echte Seitenstruktur brauchst, und in welcher Größenordnung wir uns bewegen. Mehr zu unserer Arbeitsweise findest du auf der Seite Webdesign.
Und wenn ein Baukasten für deine Situation die bessere Wahl ist, sage ich dir das auch. Ein Projekt, das sich für dich nicht rechnet, will ich nicht verkaufen.
Was du jetzt tun kannst
Wenn du mit dem Gedanken an eine neue Website spielst, brauchst du für ein sinnvolles Gespräch drei Dinge: eine ungefähre Vorstellung, wie viele Seiten du brauchst. Eine Antwort auf die Frage, ob Texte und Fotos vorhanden sind. Und eine Zahl, was dir ein neuer Kunde wert ist.
Mit diesen drei Angaben lässt sich in vierzig Minuten klären, in welchem Bereich dein Projekt liegt und ob sich das für dich rechnet.
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